Nun werden SPD und ‚Grüne‘ wohl mit den aufstrebenden Neosozialisten zusammengehen. Erst in Berlin, dann mit Manuela Schwesig im Bund. So zumindest die Hoffnungen, wahrscheinlich schon das Planspiel.
Ob das schlimme Folgen haben wird bleibt Spekulation, die vielen Verzweigungen der Geschichte sind unerwartet (vielleicht ist das ja am Ende auch alles gut so, weil alles Gegenreaktionen hat. Vielleicht, aber dieser Mr. Murphy geht mir bisweilen schon ziemlich auf die Nerven). Mir soll es jedoch um die Gegenwart und die Vergangenheit gehen und – man sehe es mir bitte nach – auch ein bisschen um die Moral, bzw. die, die sie so gerne für sich beanspruchen. Die Moral, die stets auch die Zukunft mitgestaltet.
Ein wichtiger Berater der zunächst so sympathisch wirkenden wie tatsächlich aber knallhart- durchsetzungsstarken Elif Eralp ist ein gewisser Morris Katz aus Brooklyn, New York. Und ja, er ist einer. Was insofern von Bedeutung ist, dass Juden immer auch da arbeiten, wo auch andere immer wieder erfolgreich sind: Zur falschen Zeit an falschen Orten. Dieser noch ziemlich junge Mr. Katz (ich glaube 29 J.) beriet bereits einen gewissen Zohran Mamdani und hat jenem bei seinem Eiertanz um die ‚Global Intifada‘ geholfen, die vom Beschwichtigungsjournalismus gerne als Folklore eingeordnet wird. Nicht aufgrund eines Studiums (‚Analyse‘ usw.), vermute ich mal, sondern als Szene-Insider, der weiß ‚was geht‘.
Zunächst mal ein Spiel mit ‚bösen‘ Chiffren / Klischees / Parolen, was schon bei der ‚Droge‘ Red Bull enorm verkaufsfördernd wirkte: Crime-Chic. Nur das Poster von Pop-Ikone und Massenmörder Che Guevara im Kinderzimmer, oder? Gezündelt wird da allemal und in Frankreich brennt es ja schon.
Also – das nur als aktuelles Beispiel – ein gleiches Spiel mit Chiffren / Parolen, die man der AfD gerade mit „geleakten“ Mails, deren Originalton durch eine KI ‚interpretiert‘ wird, nachzuweisen versucht. Um deren antidemokratischen Umsturzwillen und Rassismus zu belegen. Ja: „man“, eine Abkürzung für die, die Angst davor haben, dass ihnen die AfD die ‚Staatsknete‘ (= Geld der Steurzahler) abdrehen könnte. Ist übrigens nach hinten losgegangen: Dankbar haben AfD-Politiker „Remigration“ von der Fa. ‚Correctiv‘ übernommen, wahrscheinlich um den Red-Bull-Faktor zu nutzen: Niemand hat Erfolg, wenn er zu lieb erscheint. Nur dass „Remigration“ noch human ist gegenüber: Weltweiter Kampf für die Auslöschung eines Landes (..“Global Intifada“ zusammen mit „Länder haben keine Existenzberechtigung“, letzteres Zitat Vanessa Emde, ‚Die Linke‘). Zur Erinnerung, ein Land, in das ‚die Zionisten‘ wie Theodor Herzl zu (r)emigrieren sich anschickten. Um nach fast 2000 Jahren als Juden keinen Anlass mehr für Antisemitismus zu geben. Freiwillig. Ohne Fördergelder / Subventionen / Flüchtlingshilfe.
Ich bezweifle wohl, dass der Import des Nahostkonfliktes bei der Lösung der zweifellos vorhandenen Probleme Deutschlands, das überdies aus verschiedenen Gründen (teilweise politisch gewollt) sein Geschäftsmodell unwiederbringlich verloren hat und daher nur noch wenig ‚Assets‘ hat, hilfreich kann.
Man muss – einige Leser werden stöhnen – über den 7.10.2023 mehr reden, als über den Holocaust: Yahyar Sinwar war als Terrorist ca. 20 Jahre in israelischer Haft (ich schreibe schnell und aus dem Kopf, bitte selber googeln) und ist in selbiger zuerst wieder nach den Regeln der besten medizinischen Kunst instand gesetzt worden und wurde ähnlich wie vielleicht seinerzeit ein A.H. oder andere Revolutionäre in Haft mit Literatur und Scheibpapier versorgt. Er hat den Westen und seine Psychologie studiert und das Massaker zum genannten Datum geplant und seine Initialzündung zu dem, was seit dem in der Reaktion in der UN, sowie in Regierungen der Länder Spanien, Norwegen, Australien, Kanada, Irland.. später New York an Antisemitismus reaktiviert werden konnte, damit beabsichtigt. Auch in Berlin und anderen deutschen Städten hat man sich in bestimmten Kreisen darüber so gefreut, dass Herr und Frau Intifada aus lauter Begeisterung Süßigkeiten an Passanten verteilt haben. Autokorsos hat es wohl auch gegeben.
Dieses emotionale Potential will politisch ausgeschöpft werden und wird es gerade in Berlin. Und es liegt in weiteren Großstädten noch brach. Es gibt noch andere emotionale Potentiale (Wohnungsnot, Perspektivlosigkeit, Orientierungslosigkeit..), auch die liegen in den Großstädten, aber es soll mir hier um die Diskrepanz zwischen dem, was gut situierte gebildete ‚Zeit‘-Leser und gedenkkultur-bewusste Bildungsbürger meinen, was Realität ist, gehen und dem was in den Köpfen viel zu vieler tatsächlich vorhanden ist. In der Politik ist man da weiter:
Ines Schwerdtner (‚Die Linke‘) findet, die Vorgänge in Frankreich (ist das noch Protest oder Bürgerkrieg?) sind Vorbild für Deutschland.
Ich bin immer dankbar, wenn ich bei der Beschreibung von Sachverhalten nicht interpretieren muss. Damit wird also, so sieht es derzeit aus, eine SPD und ‚Die Grünen‘ leben wollen. So wie die Berliner CDU schon mit Issa Remmo („..bin wegen schöne Mädchen auf Party gekommen“ – wer könnte das nicht verstehen?) offensichtlich gut zurecht kam. Einem wahrscheinlich angesichts der aktuellen Entwicklung kleineren Übel angesichts des Islamogauchisme mit dem herrlich fremden Chic des gewalttätigen Totalitarismus in Parallelgesellschaften: Yalla yalla Intifada! Wallah.
Wenn die Politik die Nähe zu einflussreichen Personen in Parallelgesellschaften sucht, hat sich schon etwas verändert. Man kann anführen, dass das eine Eigenschaft moderner offener kapitalistischer Gesellschaften ist (der ziemlich brutale Kosher Nostra – Mafiosi Bucksy Siegel zog Las Vegas groß und wer wollte schon was gegen China Town sagen), nur beschleunigt man diese Entwicklung hierzulande durch ein recht komfortables Sozialsystem in einer Art und Weise und vor allem Geschwindigkeit, die einem für alle auskömmlichen Staatswesen doch eher entgegensteht. Ein guter Baum braucht Zeit zum Wachsen, sagt die gerade von mir erfundene Bauernregel. Soviel zur trockenen Theorie mit noch trockenerem Humor.
Selbst Mamdani hat in der Multimillionenstadt mit Rücksicht auf ihren Anteil von 20 bis 25 % jüdischer Bevölkerung noch eine taktische Strategie der Nichtkommentierung der ‚Global Intifada‘ für notwendig erachtet – die Hoffnung, dass es ‚nicht so gemeint sei‘ stirbt ja bekanntlich und historisch nachweisbar immer zuletzt. Ob in den Formulierungen von Frau Emde („keine Existenzberechtigung für Länder“ im Zusammenhang mit Israel) und Frau Schwerdner (die Proteste mit Gewalt und antisemitischen Übergriffen in Frankreich werden als nachahmenswert bezeichnet) Mamdanis Zurückhaltung oder doch eher Mélenchons Aufrufe spiegeln, mag jeder anhand der verfügbaren Quellen und nach der eigenen politischen Präferenz beurteilen. Vielleicht hat die Frau Schwerdtner das ja auch nicht gewusst, dass da Gewalt und Antisemitismus im Spiel war. ARD, ZDF und Deutschlandfunk berichteten ja schließlich auch nur von Schülerprotesten für mehr Bildung (bis es nicht mehr ging..).
Es muss bedrückend für Leute wie Sigmar Gabriel (SPD), Cem Özdemir (‚Grüne‘), aber vor allem Volker Beck (‚Grüne‘) sein, diese Entwicklung zu sehen. Anständige Menschen, viele werde ich nicht genannt haben, weil ich sie gar nicht auf dem Schirm habe, die vielleicht und wahrscheinlich politisch ganz woanders stehen, als der Schreiber dieser Zeilen. Denen ich aber ohne Zögern attestieren würde, für Überzeugungen zu stehen, die sie bewusst und mit bestem Wissen und Gewissen gewählt haben.
Dank des potiemkinschen Selbstbetruges, derer, die sich im Widerstand gegen vermeintliche NSdAP – Wiedergänger meinen, zu befinden. Und der daraus folgenden Unfähigkeit, die Gegenwart zur Kenntnis zu nehmen.
Wie konnte es soweit kommen?
Dieser Frage ist wohl nur psychologisch beizukommen, was eine unangenehme und äußerst undankbare Aufgabe ist: Festzustellen, dass die jahrzehntelange Therapie, die Aufarbeitung der deutschen Schuld weder umfassend genug und noch nicht mal in die richtige, konstruktive Richtung gelaufen ist. Statt nach den Gründen für die freiwillige Gleichschaltung im Nationalsozialismus (..einer Spielart des Sozialismus, wie der Name schon sagt) zu fragen, wurde hemmungslos Schuld zugewiesen, damit eigene Verantwortung weg delegiert, abgespalten, sich an Juden herangeschmissen (zwecks Erteilung der Absolution), einem Sündenstolz gefrönt (..ich bin der beste Büßer), der 9 November als Ersatz für einen Kirchgang oder eine Beichte absolviert (..gefeiert?..), um dann.. siehe oben.
Wir sind wieder wer! Wir haben den ‚moralischen Kompass‘ nicht nur wiedergefunden, wir haben uns den Status als Lotse oder gar Kapitän redlich verdient! Die Palästinenser, der kolonisierte und unterdrückte ‚Globale Süden‘, ‚LGTBQ, sie sind die Objekte unseres Büßerwahns. Maria ist eine queere palästinensische Frau im Gazastreifen: So selten, wie wertvoll. Und bitte nehm’ uns unsere Schuld, wie auch wir.. Und wir haben wieder einen Feind (..projiziert), an dem wir den versäumten Widerstand unserer Eltern und Großeltern heroisch nachholen können.
Und wir kennen sogar wieder Juden und die reden sogar mit uns! Und wir kennen auch Palästinenser, das sind ja auch so eine Art Juden, die gerade in Gaza ausgerottet werden, von den Israelis. Israelis sind keine Juden, weil man muss schließlich Opfer sein, um Jude zu sein.. Das fühlt sich doch irgendwie alles so richtig an – oder etwa nicht? Man kann auch zu Israel halten, wenn man meint dass die Israelis doch Juden sind und auch dann ist man auch supi dabei: Macht aus Gaza einen Parkplatz! Nie! Wieder! Ist! Jetzt! (endlich..). Endlich sind wir auf der richtigen Seite (..und man kann sich sogar eine aussuchen..). Endlich wird alles gut (..vor allem innen drin, nicht wahr?). Ende der Psychose. Puh!
Innenwelt und Außenwelt
Es ist keine Sache der Moral, festzustellen, daß Menschen, die sich narzisstisch nur um sich selber drehen, in der Regel Hilfe brauchen. Da greift wohl eher Menschenkenntnis, eine gewisse Empathie, zugegebenermaßen nicht immer leicht aufzubringen in solchen Fällen, und bürgerliche Hilfsbereitschaft.
Es ist wohl eine Frage der Moral, solche psychotischen Entwicklungen nicht noch aus politischem Interesse und aufgrund sonstiger Agenden propagandistisch zu befördern.
Nein. Der Pakt mit dieser Linken ist kein Kompromiss beim Kampf gegen das Böse.
Nein. Es ist nicht die AfD, die auf Juden (..auch Christen) losgeht.
Nein. Es ist keine demokratisch legitimierte deutsche oder europäische Angelegenheit, über die Belange eines anderen Landes (immer und ausschließlich Israel) zu befinden.
Nein. Es ist keine Heldentat, bei ‚Omas gegen Rechts‘ mit zu trotten. Es ist eine von der Regierung angeordnete („geförderte“), vom Steuerzahler über NGOs finanzierte Kaffeefahrt.
Nein. Juden sind nicht dazu da, einen von einer Nazi-Schuld zu befreien. Vergleichbares hat schon mal vor ca. 2000 Jahren ein Jude versucht. Ihm ist es nicht gut bekommen. Die machen das nicht mehr!
Und nein: Wer vorgibt, eine Partei aus moralischen Gründen verhindern oder gar verbieten zu wollen, paktiert bitte nicht mit dieser Linken.
Noch nicht mal in Berlin.
22.10.2026 Klaus J. Nick
Kommentar verfassen